Lambach - Stadl Paura 0 : 2 (0:0)
Um 17 Uhr pfeift der OÖ Liga Schiedsrichter Johannes Pumberger das letzte Derby gegen den ATSV Stadl Paura, das letzte Spiel von Heinz Pfaffenwimmer als Trainer und das letzte Spiel von Bernhard Quirimayr im Dress des RW Lambach an. Warum immer das "letzte" möchte ich Ihnen im folgenden erklären.
Lambach beginnt stark ersatzgeschwächt das Derby gegen den ewigen Rivalen vom ATSV Stadl Paura. Kapitän und Mittelfeldmotor Mario Haider ist gesperrt, Jürgen Wimmer fällt mit Kreuzbandriss aus und Christoph Gärtner muss beim Tag der offenen Tür beim Bundesheer in Wels, Dienst schieben. Roland Kellermayr und Christoph Hautzinger fehlen sowieso schon seit geraumer Zeit. Also wieder keine leichte Aufgabe für Coach Pfaffenwimmer eine halbwegs schlagkräftige Truppe aufs Feld zu schicken. Motivieren braucht er die Mannschaft gegen den Erzrivalen aber nicht. Die Niederlage im vergangenen November, als man im letzten Spiel die Herbstkrone in Stadl Paura verloren hat, ist genug Motivation. Man wollte sich die drei Punkte wieder zurückholen. Und dass man dabei dem Gegner, beim Kampf um den Meistertitel gehörig in die Suppe spucken könnte, tat natürlich ein übriges dazu.
Mehr als 800 Zuschauer wollten sich das Spiel des Jahres nicht entgehen lassen. Und wäre uns der Wettergott etwas gnädig gewesen, wäre möglicherweise sogar die 1000er Zuschauermarke erreicht worden. Eine Stunde vor Spielbeginn öffnete der Himmel seine Schleusen. Für die vielen Zuschauer und vor allem die Spieler keine angenehme Situation.
Der ATSV beginnt druckvoll und möchte von Anfang an unterstreichen, dass der Meistertitel unter den beiden Kontrahenten Thalheim und Stadl Paura, an der Traun bleiben sollte. Gute Chancen von Elvis Ramakic und Alexander Machtlinger werden entweder von Lambachs Torhüter Diego Rougier oder der Viererkette der Heimischen entschärft. Stadl Paura hat ein leichtes Übergewicht am Spielfeld. Doch sobald es in die Nähe des Sechzehnmeterraumes geht, merkt man unseren Nachbarn die Nervosität an. So verrinnt die Zeit und nach einer halben Stunde stehts immer noch Null zu Null. Lambachs Abwehr, von Bernhard Quirimayr organisiert, steht gut und lässt komm noch Chancen zu. Ganz im Gegenteil, kommen die Heimischen zu Ende der ersten Halbzeit besser ins Spiel und so taucht der junge Manuel Zavaczki kurz vor der Pause, völlig alleine vor Stadl Paura`s Torhüter Thomas Roither auf. Doch dem Lambacher vesagen, seinem jugendlichen Alter geschuldet, die Nerven und er vergibt die Riesenchance, seine Mannschaft in Führung zu bringen. Kurz darauf vergibt auch Stadl Paura noch eine gute Chance und so gehts mit einem, zu diesem Zeitpunkt durchaus gerechten 0:0 in die Pause. Stadl Paura ist im Angriff die klar bessere Mannschaft, dafür ist der Rot-Weiß im Defensivverhalten das bessere Team.
Nach der Pause bringt Stadl Pauras Coach Albert Kabashi den angeschlagenen Goalgetter Genadi Petrov. Mit ihm erhofft man sich im Angriff mehr Durchschlagskraft. Und irgendwie hat man das Gefühl, wer sonst ausser Petrov könnte an diesem Tag, die notwendigen Tore schiessen. Der wieselflinke Ivan Tokic, der zwar immer wieder Löcher in die Lambacher Hintermannschaft reisst, aber vor dem Tor tollste Chancen verstolpert oder Elvis Ramakic, dem an diesem Tag auch nichts gelingt, werden nicht die Protagonisten dieses Spiels sein.
Trainer Kabashi sollte Recht behalten. Fünf Minuten nach seiner Einwechslung erzielt ausgerechnet Genadi Petrov den viel umjubelten Führungstreffer der Stadlinger. Der Rest der zweiten Halbzeit ist schnell erzählt. Der ATSV Stadl Paura beherrscht mit dem Führungstreffer im Rücken, ganz klar das Geschehen am Spielfeld. Lambach wehrt sich nach Leibeskräften doch kann man aufgrund der eigenen Angriffsschwäche die Gäste kaum unter Druck setzten und so kommt`s wie`s kommen musste. In Spielminute 75 macht abermals Petrov Genadi den Sack endgültig zu. Er erzielt seinen zweiten Treffer. Lambachs Torhüter kann zwar den ersten Torschuss des Bulgaren noch abwehren, doch gegen den Nachschuss Petrovs, ist auch er chancenlos. Der ATSV Stadl Paura führt 2:0. In Minute 81 beweist Schiedsrichter Pumberger wenig Fingerspitzengefühl und schickt den bereits mit Gelb vorbelasteten Levente Kresz, wegen eines harmlosen Foulvergehens mit Gelb Rot in die Kabine. Lambachs bester Torvorbereiter fehlt an allen Ecken und Enden. Der ATSV Stadl Paura hat ab diesem Zeitpunkt überhaupt keine Mühe mehr, routiniert wird die letzte Viertelstunde zu Ende gespielt und um 18.40 Uhr pfeift der Schiedsrichter das Spiel ab.
Jetzt brechen bei unseren Gästen alle Dämme. Nachdem die Union Thalheim in der Gschwandt nur 0:0 gespielt hat, steht der ATSV Stadl Paura als Meister der Bezirksliga Süd fest. Der mit viel Finanzkraft angepeilte Aufstieg in die Landesliga ist geschafft. Dazu möchten wir herzlich gratulieren.
- Doch gratuliert muss an diesem Tag noch mehrmals werden. Erstens der heimischen Elf zum Erreichen des dritten Tabellenranges. Die beste Platzierung die eine Rot Weiß Mannschaft seit Bestehen des Vereins, erreicht hat. Nicht nur der Verdienst der gesamten Mannschaft, sondern vor allem auch der unseres scheidenden Trainers Heinz Pfaffenwimmer.
Heinz, herzlichen Dank für zwei äußerst erfolgreiche Jahre unter deiner Führung! Du hast damit ein neues Kapitel in der Chronik unseres Vereins geschrieben! -
Ebenfalls mit einem weinenden Auge verläßt uns nach diesem Spiel unser Abwehrchef. Bernhard Quirimayr wechselt nach fünf erfolgreichen Jahren beim RW Lambach, wieder zu seinem Heimatverein, dem SV Roitham. Er kann mit Fug und Recht als einer der besten Transfers die der RW Lambach jemals getätigt hat, bezeichnet werden.
Barni war nicht nur sportlich sondern vor allem charakterlich ein Vorbild im gesamten Verein. Sein unermüdlicher Einsatz, der in prägte sobald er eine Fussballdress anhatte, wird uns noch lange in Erinnerung bleiben. Unvergessen auch seine "Auftritte" nach den Spielen in der Sportplatzkantine, wenns in Spongebob-Unterhose wieder mal hoch herging. Barni danke für fünf schöne Jahre! Wir werden uns sicher in den nächsten Jahren noch oft am Sportplatz sehen. Wir wünschen dir viel Erfolg und Spaß in Roitham. 
-
An diesem Tag gabs aber auch im Nachwuchsbereich Grund zu feiern. Die U 9 Mannschaft unter Trainer Thomas Schobesberger und Andreas Zaharansky wurde ohne Punkteverlust Meister der U9 Unterliga Wels. Damit wurde der Aufstieg in die Oberliga geschafft. Herzlichen Glückwunsch an die jungen Meisterkicker und das Trainerteam.
- Ebenfalls lobend erwähnt werden muss der dritte Tabellenendrang der U14 Mannschaft der SPG Lambach/Roitham in der Regionsliga Süd.
Der RW Lambach bedankt sich bei allen Sponsoren, Gönnern und Fans sowie den zahlreichen freiwilligen Helfern die uns während dieser Saison unterstützt haben!
Wir verabschieden uns in die Sommerpause und freuen uns schon heute auf das neue Spieljahr 2011/2012
























